Dankeschön und Rückblick

Liebe Gemeinde,
erlauben Sie, dass ich die Worte der Andacht mit einem Dankeschön und einem Rückblick verbinde.
Danken möchte ich allen, die sich die Mühe gemacht haben, mein 25-jähriges Dienstjubiläum in Quedlinburg zu gestalten. Worte der Anerkennung und Wertschätzung haben mir gut getan.
Bei meinem Dienstbeginn wurde uns damals in Dortmund angeraten, alle 10 Jahre die Pfarrstelle zu wechseln. Einmal ist mir und der Familie das gelungen. Es klingt schon fast wie aus einer anderen Zeit, wenn ich mich erinnere, dass 1992 viele Haushalte kein Telefon hatten, ein Kopierer oder ein Faxgerät eine Errungenschaft und ein Gemeindebüro Luxus waren. 

An zwei Fragen damals bei der Befragung durch die Gemeinde erinnere ich mich noch wie heute:
1. Können Sie sich vorstellen, die Kanzel der Nikolaikirche zu verkaufen?
2. Wie lange gedenken Sie in der Nikolaigemeinde zu bleiben?
In den Fragen schimmerte die Befürchtung durch, dass „Westler“ alles zu Geld machen, bzw. in ihrem Kalkül nur auf den nächsten Karrieresprung aus sind.

Heute steht fest: Die Kanzel wird weiterhin vom Engel in der Nikolaikirche gehalten und inzwischen sind es 25 Jahre geworden, die ich hier als Pfarrer tätig bin. Allerdings – eine kleinere „Unterbrechung“ hat es gegeben, als sich die 4 Quedlinburger Kirchengemeinden zu einem Kirchspiel vereinigten. Die Landeskirche hatte Wert darauf gelegt, dass sich der damalige Gemeindekirchenrat dazu positioniert. Da diese Bestätigung sehr einhellig erfolgte, war es eine nahezu unbemerkte Zäsur.

Die bei Jubiläen so häufige Nachfrage nach persönlichen Erfolgen hat mich verlegen gemacht. Worauf zielt diese Frage? Wahrscheinlich doch auf nachprüfbare Ergebnisse. Wird da gefragt nach der Anzahl der Gottesdienstbesucher, den Kollektenergebnissen, Kirchenaus- oder -eintritten? Aber bei der Arbeit mit Menschen sind Zahlen nur bedingt aussagekräftig. Da geht es doch eher um Verständnis und Zuverlässigkeit und um das zu bezeugen, was mir selbst im Leben Halt gibt und mich zugleich immer wieder herausfordert. Mein Dienst besteht ja darin mit ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern auf eine Lebensgrundlage hinzuweisen, die aus dem Glauben kommt.

Der 23. Psalm nach einer Übertragung von J. Zink gibt gut wieder, was ich glaube und was ich weitergeben möchte.

Psalm 23

Bei Gott bin ich geborgen – wozu sorge ich mich?

Er gibt mir Nahrung für Geist und Herz,
wenn sonst niemand meinen Hunger stillt,
wenn mir zwischen den Fingern zerrinnt,
womit Menschen mich abspeisen.
Er gibt das Wasser, das den Durst stillt,
den Durst nach dem wirklichen Leben.
Wohin immer er mich führt,
gibt er Lebensfülle und Kraft.

Er gibt mir sicheren Schritt, er zeigt mir meinen Weg,
und der Weg wird mich zum Leben führen,
so gewiss es Gott ist, der mich führt.
Und wenn die Lichter verlöschen, wenn es dunkel wird,
wenn ich einsam bin oder krank, wenn ich den Tod fürchte,
wenn ich schuldig bin vor dir, Gott, und deine Hand nicht finde,
fürchte ich doch nicht, dich zu verlieren,
denn du bist bei mir.

Dein großes Zeichen, dein Kreuz, tröstet mich,
das Zeichen, dass du bei mir bist in der Nacht
und ich trotz aller Not dein bin.
Du bereitest mir den Tisch.
Du sagst: Nimm hin und iss!
Du reichst mir den Becher
und sagst: Nimm hin und trink!

Ich bin ein Gast in deinem Haus,
mehr noch: dein Freund und dein Kind.
Die Tür ist offen solange ich lebe
und sterbend finde ich dein Haus bereit.

Ihr Pfarrer Martin Gentz



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Zefanja 3,16-17

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Hebräer 12,12-13

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