… das ist einer von uns!

Liebe Gemeinde, wegen des U-Bahntunnels, der nahe am Hohen Chor der Kirche gebaut war, sollten Kontrollmessungen durchgeführt werden. Der Bauausschuss der Kirchengemeinde hörte, welche Vorbereitungen getroffen werden mussten. In dieser Kirchengemeinde hatte ich gerade mit meinem Dienst nach Ende des Vikariats begonnen und dachte so für mich: ‚Mannomann, womit sich eine Kirchengemeinde alles befassen muss‘. Da fragte der Baukirchmeister: „... und was machen wir solange mit Karl-Heinz?" Er meinte die große Christusfigur, die im Hohen Chor hing und die Messungen behinderte. Zuerst dachte ich: ‚Nee, so locker despektierlich kann man doch nicht über Jesus Christus reden‘. Später – ich war schon längere Zeit in der Kirchengemeinde tätig – da hatte auch ich verstanden, wie die anscheinend so lockere Rede gemeint war. Es bedeutete: (Jesus Christus) das ist einer von uns. Eben ein Mensch wie du und ich; mit Gefühl, Stärken, Schmerzen und Hoffnungen.

So einer wie du und ich ist in menschliche Hände gegeben, von Maria und Josef, hat das Leben vor sich, wird später eben wie ein Mensch von Gott reden, auf eine neue Welt hinweisen, in der keiner verloren geht und schließlich mit und für eine Hoffnung sterben, die den Himmel wieder öffnet. Was in der Krippe liegt, dieses Kind ist einer von uns; oder sagen wir lieber 'einer für uns'?
Eine frohe und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr Martin Gentz


„…aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht.“

So sind wir nun mal – Was habe ich mich im Bett liegend danach gesehnt, wieder aufstehen zu können. Mir sind dann des öfteren die Worte von Paul Gerhard durch den Kopf gegangen: „…aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht.“ Was gerade nicht geht, bekommt eine magische Anziehungskraft. Ungeduld und Unzufriedenheit haben an mir genagt in der Situation – gerade dann, wenn es keine positiven Fortschritte gab, und manchmal verdünnt sich auch der so fest geglaubte Glaube. Daher möchte ich mich bei allen bedanken, die für mich gebetet haben, mir gute Wünsche zukommen ließen oder gar nach Absprache den Weg nach Halle machten. Es war für mich sehr hilfreich, sich in einem Netz von Freundschaften zu wissen, das ganz reißfeste Maschen hat. Es war in all dem eine gute Erfahrung, dass die Mitarbeiter (ehren-und hauptamtliche) um einiges mehr gefordert, mir nicht das Gefühl vermittelt haben, es wäre ihnen zu viel, denn es war viel – vielen Dank!

Während ich am Ende des Oktobers diese Zeilen schreibe, läuft es bei mir noch nicht wieder „ganz rund“. Aber darauf hoffe ich, wenn Sie diese Zeilen lesen. Ein kleiner Trost in allem war, mein Bett war vor dem Fenster, so war wenigstens der letzte Halbsatz wahr: „ … schaue den Himmel mit meinem Gesicht.“

Ihr Martin Gentz

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