01.10.2024

In den kommenden Tagen weht uns wieder ein kräftig werdender Wind um die Ohren. Die Blicke richten sich in den Himmel. Kinder probieren das Drachenfliegen aus. Mit unseren Kindergruppen bastle ich einen Fallschirmspringer. Im Psalm 36 heißt es ja, dass Gottes Kinder unter dem Schatten seiner Flügel Gottes Schutz finden.
Der Fallschirm-springer ist so ein Symbol. Felix Baumgartner, bekannt für einige Kontroversen, sprang vor zwölf Jahren aus einer Rekordhöhe von 39 Kilometern aus einer Raumkapsel. „I'm going home now“, waren seine Worte, als er zu fallen begann. Übersetzt heißt das: „Ich gehe jetzt nach Hause.“ Damit war die Erde gemeint, auf der er unbeschadet landete. Alle wissen, dass es auch „das zu Hause im Himmel“ hätte sein können. So oder so, er hätte bei Gott Schutz gefunden.
„HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken ziehen.“ So heißt es weiter im Psalm 36. Wie weit ist der Himmel? Er hat keinen Anfang und kein Ende. Gottes Güte ist also unendlich. Im Islam heißt es: „Gott ist groß.“* Gott aber ist größer. Gott ist unendlich. Das ist die Antwort auf die Sehnsucht der Menschen, die glauben, dass es „eine höhere Macht“ gibt. Gottes Güte reicht, so weit der Himmel ist, soweit der Wind weht.
Unbegreiflich und nicht zu fassen. Für uns Menschen, so sagt es die Bibel, ist alle Mühe, der Drang nach Rekorden, immer schneller, höher und noch weiter über uns hinaus zu wachsen ein „Haschen nach Wind“. Der Wind weht uns um die Ohren, und wir brauchen einen Fallschirm, um gerettet zu werden. Ich wünsche Ihnen und bete, dass auch Sie so einen Fallschirm haben, der Sie sanft und sicher in Gottes Güte fallen lässt, die so weit reicht, so weit der Himmel ist.
Diakon Kai Sommer