Online-Gottesdienste aus der Evangelischen Kirchengemeinde Quedlinburg

derzeit ist kein Video-Gottesdienst in Vorbereitung


Liebe Gemeinde,

wir werden weiterhin erfinderisch sein müssen. Dabei hat die Rücksichtnahme auf gefährdete Personen bei unserem Umgang miteinander Priorität. Aber gleichzeitig gilt es auch nach Wegen zu suchen, dass die jetzt schon Leisen sich nicht das Sprechen verbieten und die jetzt schon am Rande Stehenden sich auch mal mittendrin fühlen können. 

Wir Menschen sind auf Kontakt angewiesen. Auf den ersten Blättern der Bibel ist diese uralte Weisheit in dem schlichten Satz ausgesprochen, dass „es nicht gut ist, wenn der Mensch allein sei.“
Manche sagen, dass sie in den letzten Monaten öfter zum Telefon gegriffen haben oder sich bewusst mit anderen zu Spaziergängen verabredeten. Innerhalb der Wohn- und Lebensgemeinschaften ist es ja auch nur gut, sich öfter mal seine Sympathie zu zeigen.
Es ist schon bemerkenswert, dass Schüler sich auf die Schule freuen, dass Menschen das Grün um ihr Haus wieder schätzen gelernt haben und manche die Erfahrung gemacht haben, dass gemeinsam zu spielen schöner ist, als fernzusehen.

Im September haben wir wieder eingeladen zu unseren Gruppenzusammenkünften, so wie wir dachten, es verantworten zu können. Es liegt uns daran, die gegebenen Möglichkeiten auszu-schöpfen. Für manche Gottesdienste sind unsere großen Kirchen dann auch nicht groß genug.
Achten Sie bitte auf veränderte Angebote!
Wo es notwendig und möglich ist, bieten wir zwei Gottesdienste parallel an. In Zweifelfällen ist unsere Homepage dichter am Zeitgeschehen als unsere Kirchlichen Nachrichten. Dankbar sind wir auch für Hinweise, wo wir etwas besser machen können. Lassen Sie von sich hören, wir finden dann schon einen Weg zueinander.

Dankbar sind wir auch, dass bisher in allen Fällen uns die Kranken-häuser und Altenwohnheime jede verantwortbare Begegnung ermöglicht haben. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“

Bleiben Sie erfinderisch, gesund und gut behütet!

Pfarrer Martin Gentz

Friedensdekade 8. - 18. November 2020

Seit 40 Jahren rufen uns die ökumenischen Friedensdekaden auf, im Besonderen über Frieden, Friedenserhaltung und das friedliche Miteinander global und lokal zu beten, zu streiten und konkret zu handeln.

Auf die Anzahl der Kriege bezogen ist die Welt in diesen 40 Jahren friedlicher geworden. Betrachten wir heute jedoch Terror, Populismus, politische Grabenkämpfe und Cyberwar, sind neue Kriegsherde entstanden, die den Frieden bedrohen.

Für uns Christen muss daher die Antwort im Mittelpunkt stehen, wie dieser Frieden immer wieder neu bewahrt und gesichert werden kann – immer wieder im lokalen und globalen Zusammenhang. „Umkehr zum Frieden“ lädt uns als Motto ein, diese Sichtweise immer wieder neu in den Blick zu nehmen und diese nie aus den Augen zu verlieren. Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts! (Willy Brandt)

In der Friedensdekade werden wir unter allen gegebenen Möglichkeiten zu Gebet, Diskussion, gegenseitigem Impuls und Aktion Zusammen-kommen. Beachten Sie bitte die Aushänge, die ab Ende Oktober folgen! Lassen Sie uns gemeinsam beten, Sichtweisen sachlich und friedlich darstellen, Gemeinsamkeiten finden und für den Friedenim Kleinen und Großen wirksam streiten.

Wenn Sie Ideen dazu einbringen möchten, melden Sie sich bitte bei Pfr. Martin Gentz (Adresse vorletzte Seite) oder bei Ulf Koischwitz (fk-aegidii@gmx.de).

Eröffnet wird die Dekade mit zwei Gottesdiensten am 8. November in der Nikolaikirche, die vom Jugendchor und der Jungen Gemeinde mitgestaltet werden.

Am 9. November sind wir zu einem Gedenken auf dem jüdischen Friedhof an der Zwergkuhle um 19.00 Uhr eingeladen.
Einladende sind die Stadt Quedlinburg mit Oberbürgermeister F. Ruch und die Kirchengemeinden Quedlinburgs. (Die Männer werden gebeten, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen.)

An den folgenden Abenden (ab 10. Nov.) findet um 19 Uhr das tägliche Friedensgebet (ca. 20 min) in der Nikolaikirche statt.

Thematisch verantworten die Kirchengemeinden Quedlinburgs die verschiedenen Abende. Einige Referenten haben ebenfalls langfristig zugesagt, aber unter den Bedingungen der Pandemie müssen wir klären, ob wir die Veranstaltungen umsetzen können.

Achten Sie bitte auf unsere Aushänge, bzw. Hompage der Ev. Kirchengemeinde Quedlinburg und die örtliche Presse.

Zum Abschluss der Friedensdekade feiern wir am 18. November (Buß- und Bettag) um 19.00 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche.

Online-Gottesdienste im Rückblick

40. Quedlinburger Musiksommer

Das bisher bekannte Programm für den diesjährigen Quedlinburger Musiksommer hat sich geändert. Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen und zum Ticketkauf finden Sie hier

Krankenhaus-Seelsorge in Quedlinburg

Sollte jemand aus Ihrer Familie/ Ihrem Freundeskreis im Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben liegen, wenden Sie sich an Pfarrer Zentner. Er ist dort täglich im Dienst und besucht nach wie vor Patient*innen.

Veranstaltung-kalender

Die nächsten Termine

  • Gottesdienst

    So, 25.10.2020, 10:30 Uhr Nikolaikirche, Neustädter Kirchhof, 06484 Quedlinburg

    Pfarrerin A. Carstens
  • Gottesdienst im Seniorenheim

    Do, 29.10.2020, 10:00 Uhr DRK Seniorenpflegezentrum "Neustadt", Steinweg 57/58, 06484 Quedlinburg

    Pfarrer Gentz
  • Selbsthilfegruppe "Blaues Kreuz": Gesamtgruppe

    Fr, 30.10.2020, 19:00 Uhr Gemeindehaus, Carl-Ritter-Straße 16, 06484 Quedlinburg

    Die Gesamtgruppe trift sich in der Regel am letzten Freitag im Monat im Saal des Gemeindehauses.
  • "Unser Abschied" - nicht für immer, nur für 2020

    Sa, 31.10.2020, 16:00 Uhr Aegidiikirche, Aegidiikirchhof, 06484 Quedlinburg

    Das Duo „Strings Again“ aus Quedlinburg, beweist, wie gut instrumentelle Weltmusik und eigenwillige Songinterpretationen miteinander harmonieren können.
  • Ökumenischer Gottesdienst zum Reformationstag

    Sa, 31.10.2020, 18:00 Uhr Nikolaikirche, Neustädter Kirchhof, 06484 Quedlinburg

    Pfarrer M. Gentz, Pfarrer U. Runge, KMD C. Bick
  • Gottesdienst

    So, 01.11.2020, 10:30 Uhr Nikolaikirche, Neustädter Kirchhof, 06484 Quedlinburg

    Pfarrer M. Gentz, KMD C. Bick , Gemeindechor
  • Gottesdienst im Seniorenheim

    Mo, 02.11.2020, 10:00 Uhr DRK Seniorenpflegezentrum "Zum Pölkentor", Heilige-Geist-Str. 10, 06484 Quedlinburg (Kopie)

    Pfarrer Gentz
  • Gottesdienst im Seniorenheim

    Mi, 04.11.2020, 10:00 Uhr AWO Alten- und Pflegezentrum „Am Kleers“, Gartenstraße 38, 06484 Quedlinburg

    Pfarrer M. Gentz

Die Losung heute

Samstag, 24. Oktober 2020

Der HERR erweckte den Geist des Volkes, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes.
Haggai 1,14

Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist.
1.Timotheus 4,14

Wochenspruch

Wochenspruch: Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. (Jer 17,14)


Zum Kalender

Jahreslosung 2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24

Ev. Gemeindebüro

Carl-Ritter-Straße 16
06484 Quedlinburg

Tel. 03946-91 60 60
Fax 03946-91 60 58

E-Mail über Kontakt

Sprechzeiten - Gemeindebüro / Friedhofsverwaltung

Mi     9.00 - 12.00 Uhr
Do   13.00 - 16.00 Uhr  

Für dringende Anfragen erreichen Sie uns per E-Mail oder per Telefon. 

Die Anmeldung einer Bestattung ist grundsätzlich telefonisch zu vereinbaren! Tel. 03946-91 99 54 (bzw. 91 60 60)

Pfarrer*in der Kirchengemeinde Quedlinburg

Gemeindekirchenrat

Vorsitzender
Malte Kienitz

stellv. Vorsitzender
Gottfried Biller

Demokratie-leben-logo
 

Am Ende bin ich noch immer bei dir.

Liebe Gemeinde, das Ende meiner aktiven Dienstzeit ist der Monat November. Für viele Menschen ist der November trist, nebelig und kalt. Ich selber leide nicht so unter diesem Gefühl. Aber wir Menschen sind unterschiedlich. Ein altes Gebet aus den Psalmen ist mir immer wertvoller geworden. Es vertraut auf die Allgegenwart Gottes. Ich finde, es ist ein Gebet für gute und schwere Tage. In Auszügen ist es hier wiedergegeben und es widerspricht der Auffassung von F.
Nietzsche, der mal gesagt hat: „Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte.“

Ich glaube allerdings nicht, dass ich erlöster aussehen oder schmissigere Lieder singen müsste, damit andere Menschen mir mein Christsein abnehmen. Man kann nach außen freundlich lächeln und den „Strahlemann“ abgeben - und tief im Innern dennoch ein unglücklicher oder unzufriedener Mensch sein. - Nein, ich möchte mir keine fromme Maske aufsetzen oder mich stets gut gelaunt präsentieren müssen, damit Menschen interessiert an meinem Glauben sind.
Es gibt Menschen, die mit dem Leben ihre Mühe haben. Es gibt Christen, denen viel auf die Schultern gelegt ist. Mir kommen zwei biblische Größen in den Sinn. Jeremia, der Prophet: Ihn hat der Krieg und die Verschleppung ins Exil genauso wie den Rest des Volkes fragen lassen: Warum gibt es für uns keine erleichternde Ausnahme?
Ich denke an den Apostel Paulus, der von seiner Krankheit, wahrscheinlich war es Epilepsie, nicht geheilt wurde. Manchmal ist der Grad des Vertrauens sehr schmal. Und doch gelingt es mir, auf diesem schmalen Grad zu laufen. Ich glaube, es gibt kein Menschenleben, das nicht dunkle Täler kennt. Aber der Glaube hofft auch im Unglück, dass meine Zuversicht auf Gott sich nicht verbraucht.
Mir fällt ein junger Mann ein, der sich entschloss, Pastor zu werden, entsetzt nach dem Grauen des II. Weltkrieges und unter dem Vorzeichen: „Wenn das alles ist, was ich gesehen habe, dann muss es noch eine andere Welt geben.“

Psalm 139

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.

Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin fliehen vor deinem Angesicht?

Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.

Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, 

so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

Spräche ich: Finsternis möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein, 

so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir und die
Nacht leuchtete wie der Tag.

Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, 

und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten

und von denen noch keiner da war.

Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß! 

Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Am Ende bin ich noch immer bei dir.

Pfarrer Martin Gentz