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  • Gentz, Martin

    Gentz, Martin

    Martin Gentz – 25 Jahre Pfarrer in Quedlinburg

    Im Dezember 1992 kam ein neuer Pfarrer in die Pfarrstelle der Nikolai-Gemeinde und mit ihm seine Familie nach Quedlinburg: Pfarrer Martin Gentz. Wo er herkam? Man muss nur wissen, was hinter dem Kürzel „BVB“ steckt, dann hat man’s schon. (die drei Buchstaben bedeuten: Ballspielverein Borussia … - BVB-Termine sind geschützte Biotope im Kalender des Pfarrers). Jetzt sind es 25 Jahre, und in diesen 25 Jahren hat Pfarrer Gentz viele Wege der Alt- und Neu-Quedlinburger gekreuzt. Ja, so muss man das sagen, weil Gentz‘ Idee für ein modernes Pfarramt genau das bedeutet: die Wege vieler anderer kreuzen und sie ansprechen, einladen, beteiligen. Daneben brachte er die Haltung mit, dass jede und jeder der Mitarbeitenden an der jeweiligen Aufgabe eigenverantwortlich arbeitet – das bedeutet sowohl Wertschätzung wie hohe Erwartung an die Zusammenarbeit aller. In den ersten Jahren im neuen, größeren Deutschland gab es besonders auf evangelischer Seite manchen Pfarrer und manche Pfarrerin, die als Quereinsteiger in die Politik gingen, viele gleich ganz und gar, andere zumindest im Ehrenamt. Eine Zeit lang war es still um die Theologie der Theologen – Martin Gentz aber hat die theologische Tugend hochgehalten, die danach schaut, wie das Predigen, die Seelsorge, der Unterricht und der Gemeindeaufbau theologisch bleiben und wie in der Theologie die „Welt“, das Alltägliche im Zusammenleben der Menschen, ihre Anwältin hat. Ein Westfale in Sachsen-Anhalt – es ist ein bisschen so gewesen wie in dem schönen Song von Sting: „I’m an alien, I’m a legal alien, I’m a Englishman in New York“ – (Ich bin ein Außerirdischer, ein legaler Alien, ein Engländer in New York) – den Zungenschlag und die Lebenshaltung der Nordharzer muss man erst lernen, wenn man von woanders kommt. Nach 25 Jahren haben die Quedlinburger in Pfarrer Gentz einen Seelsorger, der viele von Geburt an kennt, der Höhen und Tiefen mit manch einem geteilt hat, der Trost nicht spart, der eine bekannte Adresse in der Stadt geworden ist. Und der nicht müde wird, die Lebendigkeit einer Kirchengemeinde für das Selbstverständlichste zu halten, was es in einer Stadt wie Quedlinburg gibt. Am 17. Dezember wollen wir das Jubiläum im Gottesdienst dankbar und anerkennend würdigen – sein Sie mit dabei! Christoph Carstens

    Frage: 25 Jahre Quedlinburg: Was waren die Höhepunkte?

    Gern erinnere ich mich in den ersten Dienstjahren an Wanderungen und Fahrten mit der Jungen Gemein-de. Da fallen mir Begegnungen ein mit einzelnen Menschen, die mich glücklich gestimmt haben. Neben vielen Gottesdiensten hat mich der zu Pfingsten bewegt, als der neu gewählte Gemeindekirchrat in der Stiftskirche eingeführt wurde und viele Beteiligte am Gottesdienst über ihren Glauben sprachen. Bei der Gruppe der Not-fallseelsorger mitzumachen, solange die Kraft reichte, hat mir viel gegeben.

    Frage: Welche Veränderungen haben die Jahre als Pfarrer begleitet?

    Die Erwerbsbiographie in den 90-ziger Jahren zeigt für etliche viele Veränderungen. In den ersten sechs Dienstjahren wurden in den Kirchengemeinden Quedlinburg die vorhandenen fünf Pfarrstellen auf zwei reduziert. Die vier selbständigen Quedlinburger Kirchengemeinden schlossen sich zu einem Kirchspiel und später zur Ev. Kirchengemeinde Quedlinburg zusammen. Mit dem Kirchenkreis Halberstadt sind wir in der Zeit dem 3. Kirchenkreis zugeordnet worden.

    Frage: Was ist Ihnen in den 25 Jahren ans Herz gewachsen?

    Menschen, die für mich verlässliche Freunde geworden sind.

    Frage: Womit hatten Sie vor 25 Jahren so nicht gerechnet?

    So viele Archivalien zu entdecken in Pfarrhäusern und Kirchen. Das Versicherungs- Bau- und Finanzfragen sich so oft in den Vordergrund drängen. Dass wir einmal eine Kirche entwidmen werden.

    Frage: Woran erkennt man, dass Sie ein Quedlinburger (geworden) sind?

    Meine Füße haben sich an das Kopfsteinpflaster gewöhnt.

    Frage: Welcher Ort in Quedlinburg ist Ihnen der liebste geworden?

    Der Blick vom Schloßgarten über die Dächer von Quedlinburg hinweg hatte mich schon beim ersten Mal beeindruckt. Durch den Brand 1996 in der Nikolaikirche ist mir diese die Vertrauteste geworden, auch die kleine grüne Lunge hinter dem Pfarrhaus im Konvent empfinde ich als schönen Ort der Erholung.

    Die Fragen stellte Christoph Carstens.

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  • Mente, Frank

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